Tarifvertrag arbeit 4.0 evg

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) sagt, dass das Weißbuch zwar in die richtige Richtung geht, aber mehr getan werden sollte, um die Rechte der Arbeitnehmer zu stärken. Für die Arbeitgeber erklärte der BDA am Tag der Veröffentlichung des Weißbuchs, dass die Geschwindigkeit der wirtschaftlichen Entwicklung wenig Raum für Experimente lasse und dass die Regierung stattdessen darauf hinarbeiten sollte, die geltenden Arbeitszeitgesetze zu reformieren, um mehr Flexibilität zu ermöglichen. Im Weißbuch wird sein Ziel erklärt, zu einem “deutschen oder vielmehr europäischen Innovationsmodell innerhalb einer sozialen Marktdemokratie” beizutragen. Leitprinzipien und Ziele politischer Maßnahmen sind soziale Sicherheit, Lohnerhöhungen, Integration und Qualifizierung in gute Arbeitsplätze, sichere Übergänge über den Lebensweg, gute Arbeitsqualität und Mitbestimmung/Mitbestimmung. Während die öffentliche Politik den rechtlichen Rahmen vorgibt, müssen Tarifverhandlungen und Mitbestimmung die Bedingungen idealerweise auf sektoraler und Betriebsebene festlegen. Die Arbeitsministerin erklärt, sie wolle die Arbeitsbeziehungen stärken, damit die Sozialpartner praktikabel Kompromisse zwischen dem Flexibilitätsbedarf der Arbeitgeber und dem Wunsch der Arbeitnehmer nach Sicherheit und Autonomie erzielen können. Das Weißbuch räumt jedoch auch ein, dass dies möglicherweise schwer zu erreichen ist. Die Arbeitszeitregelung ist derzeit in Deutschland umstritten. Der Bundesverband Der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) hat ein Ende der Regelungen gefordert, die einen Acht-Stunden-Tag und eine Umstellung auf eine geregelte Wochenarbeitszeit vorsehen (PDF). Außerdem will sie das Arbeitszeitgesetz ändern, um Tarifvertragen eine Verkürzung der gesetzlichen Mindestruhezeit von 11 Stunden zwischen den Schichten zu ermöglichen.

Die Gewerkschaften wollen den Acht-Stunden-Tag jedoch als Bezugspunkt beibehalten, fordern aber mehr Autonomie und Rechte für die Arbeitnehmer, ihre Arbeitszeit zu bestimmen. Im Herbst 2016 startete die Metallarbeitergewerkschaft IG Metall eine Arbeitszeitkampagne bis zur Bundestagswahl 2017. Vor diesem dynamischen Hintergrund hat Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) Ende November ein Weißbuch “Arbeit 4.0” (Arbeit 4.0) veröffentlicht, in dem die verschiedenen Standpunkte zusammengefasst und ihre Vorstellungen darlegt, wie Arbeitszeit künftig geregelt werden könnte.