Tarifvertrag einzelhandel Muster

Australien: 1993 verabschiedete die australische Regierung den Industrial Relations Reform Act, der die zentralisierte Lohnfestsetzung durch Tarifverhandlungen auf Unternehmensebene ersetzte. 1996 führte die Bundesregierung das Arbeitsbeziehungsgesetz ein, das individuelle gesetzliche Verträge in das föderale System einführte. Diese Einzelvereinbarungen wurden 2009 abgeschafft; [87] Murtin, F., A. de Serres und A. Hijzen (2014), “Unemployment and the coverage extension of collective tarif agreements”, European Economic Review, Vol. Der Lohn des Arbeiters i wird pro Stunde gemessen, und die Gewichte in der Erhebung werden verwendet, um die Stichprobe besser an der tatsächlichen Erwerbsbevölkerung auszurichten. Kontrollvariablen, x i b , umfassen Dummys für Alter, Geschlecht, Ausbildung, Unternehmensgröße, Vertragstyp (permanent oder befristet), Arbeitsdauer, Industrie und Beruf. Einige Kontrollvariablen sind für einige Länder nicht verfügbar. Vergleicht man die geschätzten Koeffizienten für dieselben Variablen, so werden beispielsweise Unterschiede im geschlechterspezifischen Gefälle oder der Bildungsprämie zwischen Tarifbeschäftigten und Arbeitnehmern, die nicht tarifgebunden sind, und denjenigen, die dies nicht tun, untersucht. In einigen Ländern wurden die Ladenöffnungszeiten vor vielen Jahren dereguliert. Dies ist beispielsweise in Schweden der Fall, wo 1972 die spezifische Regelung der Ladenöffnungszeiten abgeschafft wurde und die einzige derzeitige Beschränkung ein generelles Arbeitsverbot während der Nachtstunden ist. In Frankreich wurden in den 80er Jahren flexiblere Regelungen (allerdings mit Einschränkungen bei der Sonntagsöffnung) und in den Niederlanden und im Vereinigten Königreich Anfang der 90er Jahre erlassen.

In Irland wurde die Praxis, sonntags zu öffnende Geschäfte zu öffnen und die Öffnungszeiten zu verlängern, Mitte der 1990er Jahre weit verbreitet. In diesen Ländern war die Deregulierung zu Beginn umstritten, aber diese scheint im Vergangenen Jahre verblasst zu sein. Die nach wie vor bestehenden Schwierigkeiten konzentrieren sich hauptsächlich auf Vereinbarungen über zusätzliche Löhne für “unsoziale” Arbeitszeiten. In Frankreich bleibt die Debatte über die Zulassung der Öffnung an Sonn- und Feiertagen jedoch auf Druck großer Filialisten offen. Trotz des hohen Niveaus der Tätigkeit des sozialen Dialogs auf europäischer Ebene wird aus den meisten Ländern berichtet, dass die auf dieser Ebene getroffenen Vereinbarungen kaum oder gar keine offensichtlichen direkten Auswirkungen auf die nationalen Arbeitsbeziehungen und Tarifverhandlungen hatten (z. B. in Österreich, Belgien, Zypern, Finnland, Frankreich oder den Niederlanden), oder dass dies aufgrund der Zersplitterung der Arbeitsbeziehungen in diesem Sektor (z. B. in Bulgarien und im Vereinigten Königreich) schwer zu beurteilen ist.